Ultraleichtfliegen - Völlig losgelöst

Wollen Sie sich im klassischen Doppeldecker neue Perspektiven eröffnen? Suchen Sie schnelle Reisen mit Kabinenkomfort? Oder wollen Sie sich in einem offenen Einfachflugzeug ganz einfach beim Fliegen den Wind um die Nase wehen lassen?

Ganz egal, ob Sie mit 80 oder 250 km/h reisen wollen, Genuss wird beim Ultraleichtfliegen (UL) großgeschrieben.

Cabrios der Lüfte
Fliegen wie anno dazumal kann man in den ultraleichten und modernen Cabrios der Lüfte. Obwohl in dieser Form noch recht jung, ist der aus den USA kommende Luftsport mit den oft selbstgebauten "fliegenden Kisten" längst den Kinderschuhen entwachsen, präsentiert sich umweltfreundlich, leise und sicher. UL's sind Flugzeuge, bei denen das Gesamtgewicht inklusive der beiden Piloten 450 Kilogramm nicht überschreiten darf.

Gesteuert werden UL's entweder aerodynamisch wie herkömmliche Flugzeuge oder aber über die Gewichtsverlagerung des Piloten

Vergnügen der besonderen Art
Ob gemütliches Luftwandern mit nicht viel mehr als 90 km/h, aber auch leistungsorientiert fliegen bei Wirtschaftlichkeits-, Geschicklichkeits-, Strecken- und Ziellandewettbewerben, die Flieger der Leichtgewichtsklasse lieben es, auf ihren Flügen Details von Land und Leuten zu entdecken.

Dabei verzichten sie gern auf den Komfort großer Motorflugzeuge, nicht jedoch auf ein in der Luftfahrt neuartiges Rettungssystem, einen riesigen Fallschirm, der den Menschen mitsamt Ultraleichtflugzeug im Notfall sicher zu Boden schweben lässt.

Die Ausbildung
Jeder, der mindestens 17 Jahre alt ist, kann mit der Ausbildung beginnen. Sie benötigen ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis und ein polizeiliches Führungszeugnis. Die Ausbildung erfolgt entweder in kommerziellen UL-Schulen oder in Vereins-Flugschulen.

Als Anfänger müssen Sie bei einer kommerziellen UL-Schule mit 2.500 bis 3.500,- EUR rechnen, billiger ist es im Verein, dafür dauert dort die Schulung meist etwas länger.

Ausbildungsverlauf
Ohne Theorie geht auch hier nichts. Mindestens 60 Stunden Navigation, Luftrecht, Meteorologie, Technik und Verhalten in besonderen Fällen stehen auf dem Programm. Umgesetzt wird das Gelernte in mindestens 25 Flugstunden, bevor es zur Prüfung geht.

Wenn Sie bereits einen gültigen PPL-A, B oder C haben, benötigen Sie nur eine theoretische Einweisung und fünf Flugstunden auf 3achs-Ultraleichtflugzeugen.